Get Berichte zur Lebensmittelsicherheit 2012: PDF

By Bundesamt für Verbraucherschutz

Zoonosen sind Krankheiten bzw. Infektionen, die auf natürlichem Weg direkt oder indirekt zwischen Menschen und Tieren übertragen werden können. Als Zoonoseerreger kommen Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten oder Prionen in Betracht. Zoonoseerreger sind in Tierpopulationen weit verbreitet und können von Nutztieren, die in der Regel selbst keine Anzeichen einer Infektion oder Erkrankung aufweisen, z. B. während der Schlachtung und Weiterverarbeitung auf das Fleisch übertragen werden. Mit Zoonoseerregern kontaminierte Lebensmittel stellen eine wichtige Infektionsquelle für den Menschen dar. Die Kontamination mit Zoonoseerregern kann auf allen Stufen der Lebensmittelkette von der Erzeugung bis zum Verzehr erfolgen. Lebensmittelbedingte Infektionen verlaufen häufig light. Je nach Virulenz des Erregers und modify und Immunitätslage der infizierten individual können aber auch schwere Krankheitsverläufe mit zum Teil tödlichem Ausgang auftreten. Die Eindämmung von Zoonosen durch Kontrolle und Prävention ist ein zentrales nationales und europäisches Ziel. Um geeignete Maßnahmen zur Verringerung des Vorkommens von Zoonoseerregern bei Nutztieren und in Lebensmitteln festlegen und deren Wirksamkeit überprüfen zu können, ist die Überwachung von Zoonoseerregern auf allen Stufen der Lebensmittelkette von grundlegender Bedeutung. Hierzu leistet das Zoonosen-Monitoring einen wichtigen Beitrag, indem repräsentative Daten über das Auftreten von Zoonoseerregern in Futtermitteln, lebenden Tieren und Lebensmitteln erhoben, ausgewertet und veröffentlicht werden und somit Kenntnisse über die Bedeutung verschiedener Lebensmittel als mögliche Infektionsquellen für den Menschen gewonnen werden. Mit der regelmäßigen Erfassung von Daten zu Zoonoseerregern gibt das Zoonosen-Monitoring außerdem Aufschluss über die Ausbreitungs- und Entwicklungstendenzen von Zoonosen.

Antibiotikaresistente Bakterien breiten sich immer weiter aus, wodurch die erfolgreiche Behandlung von Infektionskrankheiten zunehmend erschwert wird. Mit dem Resistenz-Monitoring als wichtigem Teil des Zoonosen-Monitorings werden repräsentative Daten für die Bewertung der aktuellen state of affairs sowie der Entwicklungstendenzen der Resistenz bei Zoonoseerregern und kommensalen Bakterien gegenüber antimikrobiellen Substanzen gewonnen. Eine Eindämmung der zunehmenden Resistenz von Bakterien gegenüber Antibiotika ist sowohl für den Erhalt der Gesundheit des Menschen als auch der Tiergesundheit von großer Bedeutung.

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In Tabelle 25 werden die Erkenntnisse zu den Isolaten aus der Kalbfleischund Jungrindfleischkette zusammengefasst. Tabelle 26 stellt die Resistenzraten der Isolate aus Fleisch von Wildwiederkäuern sowie von Blatt- und Kopfsalaten dar. Der Anteil sensibler Isolate aus der Putenfleischkette schwankte zwischen 10,7 % und 15,7 %. Bei 4 von 12 Isolaten von Zuchtputen wurden ebenfalls Resistenzen ermittelt. Isolate aus der Kalb- und Jungrindfleischkette waren zu 36,6 % bis 50 % sensibel gegen alle getesteten Wirkstoffe.

In der Putenfleischkette wurden die höchsten Resistenzraten gegenüber (Fluor)chinolonen (Campylobacter jejuni 68,0–71,0 %, Campylobacter coli 80,4–93,3 % für Ciprofloxacin) und Tetrazyklin (Campylobacter jejuni 53,8–68,0 %; Campylobacter coli 82,6–93,7 %) beobachtet (Tab. 22a,b). Bei den Isolaten von Mastkälbern und Jungrindern am Schlachthof wurden die höchsten Resistenzraten gegenüber Tetrazyklin (Campylobacter jejuni 76,7 %; Campylobacter coli 95,7 %) beobachtet (Tab. 23a,b). Auch gegenüber den (Fluor)chinolonen lagen die Resistenzraten sehr hoch (Campylobacter jejuni 52,1 %, Campylobacter coli 82,6 % für Ciprofloxacin).

Die Beteiligung der Länder an den MonitoringProgrammen entsprechend des ZSP 2012 war insgesamt gut. In der Regel nahmen die Länder, wie geplant, an den Programmen teil. Lediglich im Programm bei Mastkälbern und Jungrindern im Bestand beteiligten sich 3 der vorgesehenen Länder nicht am Programm. Dies waren aber Länder, die jeweils weniger als 10 Proben nehmen sollten. In dem Programm zu Blatt- und Kopfsalaten wurden von 2 Ländern nur die Ergebnisse der quantitativen Untersuchung von Listeria monocytogenes gemeldet.

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